„Das Holzstück ist der Meister, ohne den meine Kunst nicht möglich wäre.“

Jenny Latz, Künstlerin

In und mit der Natur aufgewachsen, auf Spiekeroog und in Krefeld, ist Natur für Jenny Latz kein Feind. Sie empfindet sich als Teil von ihr, eingebettet und zuhause. Schon als Kind sammelte sie Treibholz am Strand.

Alle Holzstücke, aus denen ihre Skulpturen entstanden sind, waren als Totholz zehn Jahre oder länger Wind und Wetter ausgesetzt. Asseln, Ameisen und andere Insekten sind eingezogen und haben ihr Werk verrichtet. Sie haben Strukturen hinterlassen, die die Künstlerin in Handarbeit Stück für Stück sichtbar machte. Nur selten lässt sich vorhersagen, welche Form am Ende entsteht. Nichts ist hineingeschnitzt, was nicht schon vorher im Holz vorhanden gewesen wäre.

Alle Objekte werden weitestgehend ohne den Gebrauch von Maschinen in Handarbeit hergestellt. Es handelt sich ausschließlich um Einzelstücke.

Die Naturskulpturen sind zum Anfassen gedacht, Berühren ausdrücklich erlaubt!

Die Oberflächen werden ebenfalls nur mit Naturmaterialien behandelt, wie Walnussöl oder Bienenwachs. Erst wenn eine samtige Oberfläche entsteht, ist die Künstlerin mit ihrer Arbeit zufrieden. Mehr Nachhaltigkeit geht nicht!

Obwohl es sich um Totholz handelt, wird das Material weiter arbeiten. Ganz gleich, ob das Objekt drinnen oder draußen aufgestellt wird, Temperatur und Feuchtigkeit werden das Material weiter verändern.

Damit symbolisieren die Skulpturen von Jenny Latz auch weiterhin ständige Veränderung, so wie auch die Natur sich ständig wandelt und verändert.